Legenden und Sagen: Kein Besucher der Region Jauntal-Ostkarawanken sollte es versäumen den Wildensteiner Wasserfall zu besuchen. Er ist mit 52 m freier Fallhöhe ein besonderes Naturerlebnis. Der Ausflug läßt sich mit einem Abstecher zu den Resten der Ruine Wildenstein verbinden. Rechts vom Wasserfall führt ein steiler Pfad, teilweise mit Seilsicherung, zum Hochobir. Nach rund 15 - 20 Minuten überquert man, nach einem kurzen Abstieg, den Zufluss zum Wasserfall und steigt nun rechts vom Wildensteiner Bach nochmals rund 10 Minuten auf, um hoch über dem Wasserfall zunächst eine tolle Aussicht auf Gallizien zu genießen. Wer Lust dazu hat, kann an diesem Platz die Mauerreste der Ruine suchen - und auch finden. |
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Die Burg Wildenstein stand am nördlichen Abhang des Obir, beim bekannten 52 m hohen Wasserfall , der weithin sichtbar ist. Im Tale unter der Burg war ein See, an den noch jetzt der dortige Sumpf wie auch der Hausname des Wirtshauses an der Straße Jezernik = Seewirt, hinweisen. (Anm.: Heute "Gasthaus Jessernig")
In den Urkunden wird das Schloß schon 1147 genannt. In dieser Burg kamen bei Wergand von "Bildenstein" der Graf Berthold von Stein, Albert von Michelstätten und noch andere Herren zusammen, um als Zeugen auf der Urkunde zu fungieren, mit welcher der Graf Berthold von Stein in Oberkrain die Übergabe von Gütern, welche Meinhard von Kankes dem Viktringer Kloster vermacht halte, bestätigte. Er selbst trat dem Kloster noch sein Gut in Niwenhousen ab. Im XIII. Jahrhundert war das Schloß mit 13 Bauerngütern, die jährlich 12 Mark eintrugen, Im Besitze der Herzoge von Kärnten. Nach dem Berichte des Kärntner Geschichtschreibers, Pfarrers Unrest, wurde das Schloß, dessen Herren damals die Auffensteine waren, im Jahre 1348 vom Erdbeben vernichtet (Anm.: 25. Jänner 1348, vor allem die Region Villach-Dobratsch wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen). Nach dem Erdbeben wurde das Schloß wieder aufgebaut, da die Familie der Wildensteiner noch im XVI. Jahrhundert fortlebte. Einer dieser Edelleute, Johannes IV. Wildensteiner, war 1509 bis 1532 Propst von Eberndorf. Ein Andreas Wildensteiner war Verwalter in Möchling; sein Sohn Wolf wird 1553 als Zeuge genannt. Nach allen Volkssagen sind unter den Burgruinen große Schätze begraben, über welche verwunschene Seelen ihren Spuk treiben.
Aus Stephan SINGER "Kultur- und Kirchengeschichte des Jauntales" - Dekanat Eberndorf; |
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So wird den Volksschülern in Gallizien die Sage über "Die verwunschene Jungfrau von Wildenstein" noch immer erzählt. Es gibt aber noch eine weitere Variante, die aber - vermutlich - dem Gedächtnis der meisten Bewohner dieser Region schon längst entfallen ist. |