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MARIA WÖRTH



ZUGEHÖRIGE ORTE:
Maiernigg, Maria Wörth, Oberdellach, Raunach, Reifnitz, St. Anna, Sekirn, Unterdellach

AUS DER GESCHICHTE:
Die Marienkirche in Maria Wörth wurde um 875 auf dem Plateau der damaligen Insel errichtet. Bald danach wurde die Kirche zu einem wichtigen Missionszentrum und Verkehrsknotenpunkt. Maria Wörth Dazu trug, nicht zuletzt Bischof Abraham von Freising bei, der sich für längere Zeit in Maria Wörth niederließ, um den politischen Wirren dieser Zeit zu entgehen. Er gründete in der Umgebung einige weitere Kirchen und berief etliche Priester nach Maria Wörth. In der Folge gewann Maria Wörth als geistiges und wirtschaftliches Zentrum immer mehr an Bedeutung. Zwischen 1146 und 1150 gründete Bischof Otto 1. von Freising in Maria Wörth das zweite Kollegialstift Kämtens. Kurz darauf wurde in Maria Wörth die kleine Winterkirche errichtet, die noch heute besteht. Als das Land in der Folge für einige Zeit ohne Kaiser war, wurde die Propstei vom Burggrafen von Hollenburg geplündert. Im Jahre 1399 zerstörte ein Brand die Stifts- und Pfarrkirche. Die beiden Kirchen wurden zwar wieder aufgebaut und schließlich wie der Rest der Propstei von Kaiser Maximilian I. dem St.-Georgs-Ritterorden in Millstatt übergeben. Im Jahre 1773 wurde dieser Jesuitenorden von Papst Klemens XIV. verboten und Maria Wörth gelangte in den Besitz des Klosters St. Paul im Lavanttal. Im 18. Jahrhundert schloß sich die Lücke zwischen dem Festland und der Insel Maria Wörth, die seit diesem Zeitpunkt eine Halbinsel ist.

Aus "Kärnten" - seine 131 Gemeinden, Kärntner Landesregierung; Eigenverlag 1995, S. 164-165